Long-CoVID

Ein neues chronisches Krankheitsbild nach natürlicher CoVID-19

Was bedeutet Long-CoVID ?

Wenn Symptome einer CoVID-19 trotz Elimination der „aktiven“ Form von SARS-CoV2 fortbestehen, spricht man von Post-CoVID. Dauert diese Folgeerkrankung länger als drei Monate an, besteht eine Long-CoVID. Sie ist eine Mischung aus direkten Schädigungen von Organen durch das Virus und indirekten Einflüssen durch die Reaktion des Immunsystems auf SARS-CoV2.

Wer kann an Long-CoVID erkranken ?

Je schwerer ein Verlauf einer natürlichen CoVID-19, desto wahrscheinlicher ist die Ausbildung einer Long-CoVID. Doch auch milde Verläufe können zu Lanzeitprobem führen, die in das Bild einer Long-CoVID passen.

Was steckt hinter der Long-CoVID ?

Derzeit geht man davon aus, dass SARS-CoV2 zur Ausbildung einer Immunreaktion führt, die gegen körpereigene Organe, also gegen sich selbst, gerichtet ist. Man spricht von einer Autoimmunreaktion. Solche sind bei viralen Infektionen nicht ungewöhnlich.

Kann man die Autoimmunreaktionen der Long-CoVID mit Labortests erkennen ?

Ja, es gibt eine Reihe von Laborparametern, die man bestimmen kann. Dazu zählen zum Beispiel Autoantikörper oder lösliche Botenstoffe namens Zytokine.

Welche Autoantikörper werden im Rahmen der Long-CoVID Diagnostik bestimmt ?

Autoantikörper bei Erkrankungen, die den ganzen Körper betreffen, wie zum Besipiel Antinukleäre Autoantikörper (ANA) oder Anti-Phopshoplipid-Autoantikörper (APLA).

Autoantikörper bei Erkankungen, die nur bestimmte Organe oder Zellen betreffen, wie zum Beispiel Autoantikörper gegen die Schilddrüse, Blutplättchen oder die Muskulatur.

Welche Zytokine werden im Rahmen der Long-CoVID Diagnostik bestimmt ?

Interleukin 1 (IL-1)

Interleukin 6 (IL-6)

Interleukin 8 (IL-8)

Tumor Nekrose Faktor alpha (TNFa)

Wie erfolgt die Blutabnahme ?

Die Blutabnahme erfolgt über die Armvene.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin über unseren Onlinekalender, über covid@laborwick.com oder unter 0512 585098 15.

Wie viel kostet die Laboranalyse ?

Für die genannten Parameter (außer die Zytokine) werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Dazu müssen Sie jedoch über Ihre/n behandelnde/n Ärztin/Arzt an uns überwiesen werden (Überweisungsschein notwendig).

Andernfalls sind die Analysen privat zu zahlen. Erkundigen Sie sich bitte vorab über die Preise.

Gibt es auch ein Long-CoVID nach einer Impfung gegen SARS-CoV2 ?

Auch wenn Long-CoVID als Spätfolge der natürlichen CoVID-19 definiert worden ist, kennt man ähnliche Symptome auch nach einer Impfung gegen SARS-CoV2. Wohlgemerkt sind diese weitaus seltener sind als nach einer natürlichen CoVID-19 und sollen niemanden von einer Impfung abhalten. Dennoch darf man sich dieser Nebenwirkung nicht verschließen. Sprechen Sie uns direkt mit Ihren Fragen an.